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Willemstad (Curaçao), Jodhpur (Indien), Burano (Italien) und Chefchaouen (Marokko) haben eine Gemeinsamkeit: Diese Städte/Stadtviertel sind kunterbunt. Die farbigen Häuser sehen nicht nur toll aus, sie sind auch eine Art der Kommunikation. Farbige Gebäude sind oftmals nicht ohne Grund farbig. Sie erzählen eine Geschichte. Farben sind somit ebenfalls ein Ausdruck von Kommunikation.

Die bunten Fassaden der curaçaoischen Hauptstadt haben einen medizinischen Hintergrund. Ein Gouverneur der West Indies Company im Jahr 1817 hatte eine Augenkrankheit und die grellen weissen Fassaden schmerzten in seinen Augen. Daraufhin wurden die Häuser bunt gestrichen. Klingt erfunden, ist aber wirklich so.

«Blaue Perle Marokkos», so wird Chefchaouen von Reisebüros und Einheimischen angepriesen. Aber wieso Blau? Eine Theorie ist, dass das Blau gegen den bösen Blick schützen soll. Weiter soll das Blau Nähe zum Himmel und auch zu Gott schaffen. Oder noch eine ganz einfache Erklärung: Das Blau kühlt die Stadt an heissen Sommertagen ab und schützt vor Mücken.

Das spanische Städtchen Juzcar kam ungewollt zu seiner blauen Farbe. Für die Promotion des Kinofilms «Die Schlümpfe in 3D» im Jahr 2011 wurde die kleine Stadt mit 9’000 Liter Farbe angemalt. Nach einigen Monaten sollten die Häuser wieder in den Urzustand versetzt werden, die Einwohner*innen entschieden sich jedoch dagegen. Heute hat Juzcar den Spitznamen «Schlumpfdorf».

Überlege dir das nächste Mal, wenn du an einem farbigen Gebäude vorbeigehst, was es kommunizieren möchte. Vielleicht wirst du dadurch für deine eigene Kommunikation inspiriert.

Quellen: