Es gibt so viele Ideen, wie man in einem Unternehmen spielen kann. Erstens, denke ich, muss sich die Geschäftsleitung dazu bekennen, neue Wege zu gehen. Zweitens muss die HR-Abteilung komplett umdenken.

Ich zum Beispiel halte gar nichts mehr von Arbeitszeugnissen. Der Mitarbeitende schreibt am Ende den Inhalt der Beurteilung fast selber, denn wenn ein Abschnitt oder eine Aussage nicht nach seinem Gusto ist, musst du es als HR oder CEO sowieso umformulieren. Papier nimmt schliesslich alles an, was auch gut in den Medien zu beobachten ist. Beim Spiel übrigens ebenso, dafür im positiven Sinne.

Ich studiere die Arbeitszeugnisse jeweils nur kurz und dann im Vorstellungsgespräch spiele ich eine Runde Eile mit Weile oder verwende mein Tool Brain2Go. Ich staune immer wieder, was ich alles über die «fremde» Person oder eben den Mitspieler* erfahre. Glaubt mir, manchmal ist so ein Spiel effizienter als stundenlange Gespräche. Ich finde jeweils heraus, ob die Person zu meinem Team passt oder nicht. Ich denke, die Zusammensetzung eines Teams wird in Zukunft immer wichtiger und nicht nur das fachliche Wissen eines Mitarbeitenden.