Es gibt viele traditionelle Anlässe wie der Zibelemärit, Fasnacht, Dreikönigstag und noch viele mehr… dabei stelle ich immer wieder fest, dass viele Leute gar nicht mehr wissen, was der Ursprung davon ist… Ich kenne relativ viele der Ursprungsgedanken. Dies macht mich stolz, denn das beweist mir selber, dass ich doch ein traditionellerer Mensch bin, obwohl viele Leute das Gegenteil von mir behaupten. Traditionen mit Neuem und Modernem verbinden, das ist die Kunst.

Ursprung Zibelemärit….

Beim Zibelemärit gibt es mittlerweile verschiedene Entstehungstheorien. Die mir geläufige besagt, dass der Märit ein Dank an die Freiburger ist, welche beim Stadtbrand von 1405 grosse nachbarschaftliche Hilfe geleistet haben. Damals, Anfang des 15. Jahrhunderts, zerstörte ein Feuer fast dreiviertel der Berner Häuser. Freiburgische Bauern eilten daraufhin zu Hilfe und leisteten den Bernern Unterstützung beim Löschen des Feuers sowie beim Wiederaufbau der Bundesstadt.

Eine etwas neuere und wahrscheinlich auch plausiblere Theorie ist, dass der Zibelemärit ein «Überbleibsel» von der Martinimesse ist, die damals, Mitte des 19. Jahrhunderts, noch zwei Wochen dauerte. Am Martinstag, 11.11. wurde jeweils der Übergang zwischen dem Sommer- und Winterhalbjahr gefeiert. Das Fest wurde schon damals von einem Märit begleitet.

Ursprung Fasnacht….

Fasnacht ist ein christlicher Brauch, der im Mittelalter entstand. Der Name kommt vom Althochdeutschen «Fasta» (Fasten) und «Naht» (Nacht oder Vorabend) und bezeichnete früher nur den einen Tag vor Beginn der Fastenzeit. Heute steht Fasnacht für einen längeren Zeitraum (11.11. oder 06.01.) bis zum Beginn der Fastenzeit (Aschermittwoch). Weil die Fastenzeit sehr viel strenger eingehalten wurde, genossen die Menschen die Fasnachtszeit umso mehr: Es wurde gefeiert, man brauchte die Vorräte auf und machte all die Sachen, auf die man während den 40 Tagen Fasten verzichten musste.

Ursprung Dreikönigstag….

Kaspar, Melchior und Balthasar. So hiessen die Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland, die – laut westlichem Glauben – am 6. Januar (resp. 19. Januar) das erste Mal das Jesuskind sahen. Ihre tatsächliche Existenz konnte indes nie nachgewiesen werden, weshalb ihr Ursprung auf einem religiösen Mythos basiert. Die Legende besagt, dass Jesus von den drei Königen je ein Geschenk erhielt: Weihrauch von Kaspar, Gold von Melchior und Myrrhe von Balthasar.